Didaktische Pfade
Diana Hérens - Der Wolf
Von der Größe her ähnelt der Wolf einem Schäferhund, aber er ist hochbeiniger und schlanker, sein Schwanz ist etwas kürzer und seine Ohren sind weniger spitz. Sein Fell ist grau-beige und seine Schnauze hell. Wölfe sind anpassungsfähig, bevorzugen aber in der Regel von Menschen wenig besuchte Gebiete und sind meist sehr unauffällig. Dennoch kommt es vor, dass sich einzelne Wölfe Siedlungsgebieten nähern.
VERHALTEN UND ERNÄHRUNG
Die bevorzugte Beute des Wolfes sind Hirsche, Rehe, Gämsen und seltener Wildschweine (Frischlinge/Rotwild), aber auch Kleintiere wie Hasen, Murmeltiere, Füchse und kleine Nagetiere gehören zu seinem Nahrungsspektrum. Seine Angriffe auf Nutztiere können zu erheblichen Konflikten führen.
Wie bei anderen Caniden (Fuchs, Marder) lösen flüchtende Tiere auch beim Wolf den Todesinstinkt aus.
auch bei Wölfen aus. Wenn sich die Gelegenheit bietet, tötet er mehr Tiere, als er fressen kann. Dieses "Überschusstöten" macht in der Natur Sinn, da der Wolf nicht weiß, wann es ihm gelingt, seine nächste Beute zu fangen.
VERTEILUNG, BESTAND UND DYNAMIK DER POPULATIONEN
Wölfe leben in der Regel in Rudeln, die in den Alpen relativ klein sind und aus dem erwachsenen Paar und den Jungtieren des laufenden und des vorangegangenen Jahres bestehen. Die Rudel leben nomadisch in einem durchschnittlich 200 km2 großen Lebensraum und legen pro Tag etwa 30 km zurück.
WOLFSMONITORING
In Gebieten mit starker oder längerer Wolfspräsenz führt das Amt für Jagd, Fischerei und Wildtiere ein Monitoring mit Fotofallen durch. Bis 2021 wurden im Wallis mehr als 30 Individuen genetisch identifiziert.
SCPF/SW
WUSSTEN SIE SCHON?
Im Wallis wurde der erste Wolf 1995 formell identifiziert und das erste Rudel wurde 1995 nachgewiesen.
2016.